Gipfeltreffen der Schieferspezialisten aus Deutschland und Luxemburg in der Schieferregion Kaulenbachtal
Schieferfachverband Deutschland (SVD) führte seine jährliche Tagung in Müllenbach durch. Wanderung auf dem Schiefergrubenwanderweg, sowie Besuch des Trierer Dom-Speicher standen auf dem Programm.
Die Teilnehmer der SVD-Tagung (Arbeitskreis Geologie und Geschichte) vor der ältesten Kirche Deutschlands, dem Trierer Dom, bei dem besonders die Dacheindeckung in Moselschiefer, sowie die Dachkonstruktion in Augenschein genommen wurden.
Jährlich Treffen sich die Mitglieder des Schiefer Fachverband Deutschland (SVD) in einer anderen Region der Republik, um in Gesprächen die neuesten Erkenntnisse rund um Geschichte und Geologie des Schiefers zu erörtern. Nach den Treffen in Lehesten (Thüringen) und Obermartelingen (Lux.) in den vergangenen beiden Jahren, stand in diesem Jahr der Besuch in der Schieferregion Kaulenbachtal an. Die Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte hatten ein ansprechendes Programm zur Unterhaltung der Gäste aus ganz Deutschland vorbereitet. Vereinsvorsitzender Dieter Laux begrüßte die angereisten Geologen und Schieferspezialisten und stellte in einem kurzen Präsentationsfilm die Schieferregion Kaulenbachtal vor. Die Führung über den allseits begehrten Schiefergrubenwanderweg war für die Gäste ein überzeugendes Beispiel, wie die Mitglieder des Vereins sich für Kultur und Geschichte im Tal des Moselschiefers einsetzen.
Die SVD-Mitglieder bei ihrer Führung auf dem Schiefergrubenwanderweg im Kaulenbachtal. Wanderführer Karl-Heinz Steffes-enn machte die Gäste mit den Besonderheiten im Tal des Moselschiefers vertraut.
Vielfaches Lob gab es für das ehrenamtliche Engagement der nimmermüden Vereinsmitglieder. Bei herrlichem Sonnenschein genoss man am ehemaligen Standort des Müllenbacher Dachschieferwerks, mit einmaligem Blick auf die höchsten Schieferhalden Deutschlands, ein „Essen wie die Schieferbrecher“ aus dem „Soppedeppen“ (Henkelmann).

Das Essen wie die Schieferbrecher aus dem "modernen" Soppedeppen, geliefert vom Gasthaus Kringelwies in Masburg, kam gut an.

An langer Tafel genossen Gastgeber und Gäste gemeinsam das "Essen wie die Schieferbrecher".
Der Talblick am Aussichtspunkt Maria Schacht, 125 Meter über der Talsohle, ließ die Gäste auf den bisherigen Wanderweg und die Hinterlassenschaften der ehemaligen Bergbaumetropole hinab schauen. Der fast alpine Ausblick wurde eindrücklich genossen, bevor man gemeinsam im Hotel Eifelperle in Laubach einem Fachvortrag über die Restaurierung von Kirchenbauten mit Moselschiefer lauschte. Am Folgetag besuchte die 30-köpfige Gruppe den Dom in Trier und damit die älteste Kirche Deutschlands. Auch das Kircheninnere fand bei einer Führung viel Aufmerksamkeit, Highlight war jedoch eine ganz spezielle Führung auf dem Speicher des Doms, bei dem die Dachkonstruktion und die Schiefereindeckung im Fokus der Betrachtung standen. Franz Wierschem, Dachdeckermeister aus Alzheim und anerkannter Schieferspezialist – sein Wissen um den Schiefer hat ihm in Fachkreisen den Namen „Schieferpapst“ beschert – hatte die Führung organisiert und konnte nach seinem Fachvortrag am Vortag hierbei augenscheinlich die Schönheit der Schiefereindeckung auf der ältesten Kirche Deutschlands beweisen. Nach zwei Tagen ging damit eine Informationsveranstaltung zu Ende, die den Mitgliedern des SVD eindrücklich die Schönheit der Eifellandschaft, die beeindruckenden Aktivitäten des Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte, sowie ein besonderes Erlebnis im und auf dem Trierer Dom bescherte.
| < Zurück | Weiter > |
|---|





